Allegorie des Lebens und Darstellung der Gewalt. Ödön von Horváths kleiner Totentanz Glaube, Liebe, Hoffnung (1932)
Cristina Fossaluzza
2026
Abstract
Der Band untersucht, wie vielfältig und produktiv die Literatur zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Synergien zwischen Materialisierung und Spiritualisierung verhandelt. Die Moderne wird traditionell vor dem Hintergrund der Aufklärung mit Rationalisierungsbestrebungen in Verbindung gebracht. Ganz im Sinne einer Kompensation für die moderne „transzendentale Obdachlosigkeit“ (Georg Lukács) wird der gleichzeitige Aufstieg okkultistischer und spiritualistischer Denkwelten und Praktiken von der Forschung vornehmlich als Gegenreaktion zur Aufklärung und dem damit verbundenen Rationalismus erklärt. Ein solcher Zugang blendet jedoch die spezifische Dialektik von spiritualistischen Strömungen und materialistischen Streben aus, die sich zwischen Ende des 19. Jahrhunderts und dem Zweiten Weltkrieg herausbildet. Die Literatur widmet dieser Produktivität, so zeigen die Beiträge nachdrücklich, weitaus mehr Aufmerksamkeit als die Geschichtsschreibung.File in questo prodotto:
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